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Exklusiv - Parkett von MFB:
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Wissenswertes über Parkett
Lösemittel

Löse- oder Lösungsmittel sind Stoffe, mit denen man andere Stoffe auf physikalischem Weg in Lösung bringt. Allgemein versteht man unter Lösungsmitteln organische und anorganische Flüssigkeiten, die in der Lage sind gasförmige, flüssige oder auch feste Substanzen zu lösen. Bei diesem Vorgang wird weder das Lösungsmittel noch der gelöste Stoff chemisch verändert. Bei anorganischen Lösungsmitteln kennt man protonenhaltige (z. B. Wasser, Salpetersäure, flüssiges Ammoniak), protonenfreie (z. B. flüssiges Schwefeldioxid), wässrige sowie nichtwässrige, polare und nichtpolare Lösungsmittel. In ähnlicher Weise läßt sich diese Einteilung auch auf organische Lösungsmittel übertragen.

Zu den wichtigsten organischen Lösungsmitteln zählen z. B. Alkohole, Glykole (z. B. Glycerin), Ether, Ketone, Ester und Kohlenwasserstoffe. Aus wirtschaftlichen Gründen verwendet man häufig keine reinen Lösungsmittel, sondern Gemische. So lösen sich beispielsweise etherische Öle in Alkohol und Benzin. Viele Lösungsmittel sind feuergefährlich, brennbar und zum Teil auch mehr oder weniger stark giftig. Die meisten von ihnen stellen deshalb sogenannte Gefahrenstoffe dar und müssen daher mit entsprechenden Gefahrsymbolen gekennzeichnet werden.


Kolloid

Kolloid ist die Suspension mikroskopisch kleiner Teilchen einer Substanz in einem Dispersionsmedium. Unter einer Suspension bezeichnet man die Aufschwemmung von festen Stoffen in einer Flüssigkeit , wobei die Teilchen in der Flüssigkeit feinstverteilt sind. Bei einem Kolloid nennt man die Suspension auch disperse Phase. Die Teilchen in einem echten Kolloid sind so klein, daß sie infolge der ständigen Zusammenstöße mit den Molekülen des Dispersionsmediums nicht zu Boden sinken. Die einzelnen kolloidalen Teilchen sind so winzig, daß sie im gewöhnlichen Lichtmikroskop nicht zu erkennen sind. Wenn ein Lichtstrahl von der Seite durch eine kolloidale Dispersion geführt wird, so ist der Strahlverlauf infolge der Lichtstreuung durch die Kolloidteilchen sichtbar. Aus einem ähnlichen Grund kann man in einem relativ dunklen Zimmer einen Lichtstrahl im Staub oder im Zigarettenrauch sehen.

Emulsion


Als Emulsion bezeichnet man eine kolloidale Verteilung feinster Flüssigkeitstropfen in einer anderen mit diesen nicht mischbaren Flüssigkeit. Beispielsweise ist eine Hautcreme im Prinzip nichts anderes als eine Suspension feinster Fetttröpfchen in Wasser. Eine kolloidale Verteilung fester Teilchen in einer Flüssigkeit nennt man Sol. Beispiele für Sole sind Anstrichfarben, bei denen kleinste Pigmentteilchen in einer meist öligen Flüssigkeit suspendiert sind. Dadurch erhält die Mischung einen gewissen Halt und bleibt trotzdem elastisch; ein Beispiel hierfür ist Gelatine in Wasser. Zur industriellen Herstellung kolloidaler Dispersionen in Flüssigkeiten wird der betreffende Feststoff zunächst extrem fein gemahlen. Beim Herstellen von Emulsionen werden die beiden Flüssigkeiten gemischt und dann in einer Emulgiermaschine intensiv geschüttelt oder gerührt. Die Benetzung der zu suspendierenden Teilchen wird zuweilen durch Zugabe eines Stabilisators oder Emulgators unterstützt.


Osmose

Kolloidale Dispersionen lassen sich nicht durch Filtrieren auftrennen, weil die Teilchen hierfür zu klein sind. Andererseits können kolloidale Teilchen die extrem feinen Poren von sogenannten semipermeablen (halbdurchlässigen) Membranen nicht passieren. Daher lassen sich manche Kolloide mit Hilfe der Osmose reinigen: Man füllt das Kolloid in ein Gefäß, das durch eine semipermeable Membran von beispielsweise reinem Wasser getrennt ist. Eventuell vorhandene gelöste Verunreinigungen diffundieren dann allmählich durch die Membran in das Wasser, während die gewünschten Teilchen in der Kolloidlösung verbleiben. Dieses Prinzip wendet man bei der Dialyse an. Nach vollständigem Ablauf einer Dialyse kommt es
häufig vor, daß das Kolloid zusammenbricht, d. h. sich die Teilchen am Boden absetzen. Die Ursache hierfür: Die Stabilität vieler Kolloide hängt von den elektrischen Ladungen seiner einzelnen Teilchen ab. Diese Ladungen hängen ihrerseits vom Vorhandensein gelöster Elektrolyte ab.


Toluol

Toluol, auch Methylbenzol genannt, ist ein farbloser Kohlenwasserstoff, der im Steinkohlenteer vorkommt. Toluol hat die relative Dichte 0,86 und siedet bei 110,6 °C. Toluol läßt sich u. a. durch trockene Destillation von Steinkohle bei der Veredlung oder Verarbeitung bestimmter Erdölprodukte gewinnen – so beispielsweise bei der Rohbenzinverarbeitung oder bei der Ethen-Propen-Erzeugung. Toluol zählt neben Benzol, Xylol und Ethylbenzol zu den wichtigsten Produkten in der Aromatenchemie. Es dient z. B. als Lösungsmittel, als Zusatz zu Motorkraftstoffen sowie zur Synthese anderer Verbindungen, darunter Trinitrotoluol, Benzoesäure und Farbstoffe. Längeres Einatmen von Toluoldampf ist gesundheitsschädlich.


Trinitrotoluol

Trinitrotoluol ist in der Chemie eine von mehreren Verbindungen, die durch Substitution von drei Wasserstoffatomen durch je eine Nitrogruppe NO2 aus dem Toluol C6H5CH3 entstehen. Jedes der theoretisch 16 Trinitrotoluole hat etwas andere Eigenschaften hinsichtlich Schmelzpunkt, Siedepunkt, relativer Dichte, Löslichkeit. An der Luft liegt seine Entzündungstemperatur bei 295 °C. Es ist in Wasser praktisch unlöslich. Dagegen löst sich die Substanz in Benzol oder in Aceton.


Benzol

Benzol ist eine farblose Flüssigkeit mit einem charakteristischen Geruch und der chemischen Summenformel C6H6. Das klassische Modell des Benzolmoleküls besteht aus einem geschlossenen Ring mit sechs Kohlenstoffatomen.


Destillation

Die Destillation ist Verfahren, bei dem man eine Flüssigkeit so lange erhitzt, bis ihre flüchtigen Bestandteile in die Gasphase übergehen. Kühlt man den Dampf dann wieder ab, so erhält man die kondensierten Bestandteile in flüssiger Form. Man bezweckt damit hauptsächlich, ein aus mehreren Komponenten bestehendes Gemisch aufzutrennen. Bei diesem Prozeß nutzt man die unterschiedlichen Flüchtigkeiten der einzelnen Komponenten (z. B. Trennung der flüchtigen Bestandteile von den nichtflüchtigen).

 
 
  

MFB, Friedhelm Beseke
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