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Exklusiv - Parkett von MFB:
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Schwinden

Der Fasersättigungsbereich ist ein Bereich, in dem ein Höchstmaß an Wasser in die Zellwände des Holzes einzudringen vermag. Er liegt je nach Holzart zwischen 22% und 36% Holzfeuchtigkeit. Die Verringerung des Volumens wird als Schwinden des Holzes bezeichnet. Trockenes Holz kann aber auch wieder Feuchtigkeit aufnehmen. Dieser Vorgang wird als Quellen des Holzes bezeichnet. Beim Schwinden und Quellen verändert das Holz seine momentanen Abmessungen und unter bestimmten Bedingungen auch seine Form. Es kann sich dabei werfen, verziehen, reißen und/oder hohl werden. Diese Eigenschaften des Holzes werden unter dem Begriff "Arbeiten des Holzes" zusammengefasst. In der Praxis spielt das Schwinden des Holzes eine größere Rolle als das Quellen. Jede Holzart schwindet unterschiedlich. Innerhalb einer Holzart schwindet Frühholz anders als Spätholz und Kernholz anders als Splintholz. Außerdem schwindet Holz in drei verschiedenen Richtungen, den Hauptrichtungen, mit verschiedenen Größen. Das Maß für das Schwinden wird als Schwindmaß bezeichnet. Bezogen auf die drei Hauptrichtungen schwindet (und quillt) das Holz in Längsrichtung (Faserrichtung) am geringsten, nämlich bis zu 1,5 %. Viel stärker ist das Schwinden quer zur Faserrichtung, und zwar in der Richtung der Jahrringe (Tangentialrichtung) ungefähr doppelt so stark, wie in Richtung des Durchmessers (Radialrichtung). Ganz grob kann das Verhältnis der Schwindmaße längs:radial:tangential ungefähr mit 1:10:20 angenommen werden.

WUCHS

 

Durch dieses ungleiche Verhalten des Holzes in den verschiedenen Richtungen und Bereichen entstehen beim Schwinden Spannungen im Holzkörper, die die schon erwähnten Form- und Maßänderungen zur Folge haben. Am Beispiel eines zu Brettern aufgeschnittenen Stammes zeigen sich die Formänderungen beim Schwinden besonders deutlich. Sie sind um so größer, je mehr Splintholz ein Brett hat bzw. je weiter das Brett vom Kern des Stammes entfernt liegt. Nach der Lage der Bretter im Stamm werden sie als Kern-, Mittel- und Seitenbretter bezeichnet.



SCHWINDEN



Seitenbretter haben größere Formänderungen als Mittelbretter, sie wölben sich mehr. Auf der dem Kern abgewandten Seite des Brettes ist die Mehrzahl der Jahrringe länger als auf der dem Kern zugewandten Seite. Beim Schwinden verkürzen sich die Jahrringe und das Brett wird auf dieser Seite hohl. Diese Brettseite wird in der Praxis als linke Seite bezeichnet. Die dem Kern zugewandte Seite, also die runde Brettseite, wird als rechte Seite bezeichnet. Beim Schwinden des Kernbrettes ergeben sich keine Formänderungen. Das Brett bleibt gerade (die Jahrringe sind auf beiden Seiten gleichlang angeschnitten). Beim Kernbrett werden beide Brettseiten als rechte Seiten bezeichnet. Die Eigenschaften des Holzes müssen bei der Verarbeitung berücksichtigt werden, d.h. es müssen bei der Verlegung von Parkett Dehnfugen nach der Faustformel: je mtr. Parkett 2mm Dehnfuge an beiden Seiten der Fläche berücksichtigt werden.

 
  

MFB, Friedhelm Beseke
Treibstr. 8, 40764 Langenfeld
Tel.: 0 21 73 / 98 59 65
Fax: 0 21 73 / 7 89 39
E-Mail: info@beseke.de

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