Balkenlager
Die zu verlegenden oder vorhandenen Balken werden im Abstand von
50 - 60
verlegt, ggf. Zwischenlager eingebaut. bei vorhandenen
Holzbalkenkonstruktionen
müssen diese ausgerichtet werden und eventuell Hohlstellen mit
Sperrholzstreifen
o.ä. ausgefüttert werden. Die Befestigung des Parketts
geschieht mit Schrauben
(Spax) oder aber durch Nageln.
Lagerhölzer
Im Abstand von ca. 50 - 60 cm werden die Lagerhölzer auf
die Rohbetondecke
ausgelegt und ggf. mit Holzkeilen oder Sperrholzplättchen
unterfüttert und somit
ausnivelliert. Stöße (die Enden) der Lagerhölzer werden durch
seitlich angenagelte
Brettchen fest miteinander verbunden. Zu beachten ist auch hier
auf jeden Fall eine
vorhandene Feuchtigkeitsisolierung. Besonders zu beachten ist,
daß diese
Lagerhölzer nicht auf den Unterboden genagelt oder gedübelt
werden, um
Schallbrücken zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte unter die
Lagerhölzer
schalldämmendes Material (Filze o.ä.) unterlegt werden.
Zwischen die einzelnen
Lagerhölzer wird geeignetes Material zur Wärmedämmung
eingelegt (Steinwolle
o.ä.) Die Lagerhölzer sind selbst - wie auf der Abbildung zu
sehen- Kanthölzer, die in
der Regel als Bauholz geliefert werden. (Hinweis: Holzfeuchte
beachten!)
Estrich
Wenn der Unterboden aus einer Betondecke besteht, wird im
Wohnungsbau
üblicherweise ein Estrich eingebaut, der sich wegen der Schall-
und
Wärmeschutzbestimmungen auf einer Dämmschicht befindet. Bei
nichtunterkellerten
Räumen muß eine Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser gemäß
DIN 18195
eingebaut sein. Auf diese Estriche wird i.d.R. das Parkett fest
mit einem schubfesten
Klebstoff verklebt, bzw. schwimmend verlegt.
Fußbodenheizung und Parkett
Generell wir unterschieden zwischen Warmwasserfußbodenheizung
und elektrischer
Speicherheizung. Auf beiden Systemen kann Parkett sowohl
schwimmend verlegt als
auch vollflächig verklebt werden. Vorbereitende Maßnahmen
sind: Bei neuen
Heizestrichen: Abwarten der Endfestigkeit des Estrichs (bei ZE
etwa 3 Wochen)
Aufheizen des Heizestrichs gemäß der gültigen Bestimmungen,
Befreien von
Restfeuchte durch Aufheizen, ggf. Ausgleichen von Unebenheiten.
Die
raumklimatischen Bedingungen sollten eingehalten werden ( etwa
15°
Raumtemperatur und ca. 50-60% rel. Luftfeuchte) Bei der
Verklebung sollte die
Oberflächentemperatur des Estrichs bei ca. 15° liegen. (Die
evt. differenzierenden
Vorschriften der Klebstoffhersteller sind zu beachten). Die
Restfeuchte des Estrichs
darf max. 1,5% (Tabelle) nicht überschreiten, wobei eine
Kontrollmessung nur an
ausgewiesenen Meßstellen durchgeführt werden darf. Ansonsten
ist ein
entsprechender Hinweis schriftlich zu tätigen. Bei der
schwimmenden Verlegung
wird eine Zwischenlage mit günstigem WDW (Wärmedurchlaßwiderstand)
auf einer
PE-Folie ausgelegt. Diese dient der Trittschalldämmung. Die
Verklebung der
einzelnen Elemente erfolgt gemäß den Vorschriften der
Hersteller.
Spanplatten als Unterkonstruktion
Generell können die meisten Bodenbeläge auch auf
Unterkonstruktionen aus
Spanplatten verlegt werden. Dies gilt auch für Parkett. Dabei dürfen
nur solche
Platten eingesetzt werden, die kein Formaldehyd oder andere
Emissionen
freisetzen. Mögliche Einsatzbereiche sind:
- Verlegung auf Lagerhölzern oder
Deckenbalken
- Abdecken und Ausgleichen
vorhandener Holzfußböden
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